Neue Vorwürfe gegen „pro Köln“-Politiker Jörg Uckermann
Von Detlef Schmalenberg, 26.09.10, 17:28h
Der Politiker Jörg Uckermann steht im Mittelpunkt von schwerwiegenden Vorwürfen. Der vorbestrafte Spitzenfunktionär der Partei „Pro Köln“ soll einen Verkehrsunfall fingiert und öffentliche Gelder unterschlagen haben.
Köln – Er soll an einem Versicherungsbetrug beteiligt gewesen sein sowie zu Unrecht öffentliche Gelder erhalten haben. Nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ steht der rechtsextreme Politiker Jörg Uckermann, der vom Amtsgericht Köln bereits wegen Körperverletzung und der Abgabe einer falschen Eidesstattlichen Versicherung verurteilt wurde, im Mittelpunkt von neuen schwerwiegenden Vorwürfen.
Mitteilung des Anwalts
Der Ratspolitiker und Spitzenfunktionär der Partei „Pro Köln“, der auch als Landtagskandidat für „Pro NRW“ angetreten ist, bestreitet die Anschuldigungen. Er habe keinen Verkehrsunfall fingiert und auch städtische Zahlungen nicht zu Unrecht beantragt oder erhalten, ließ er durch seinen Anwalt Markus Beisicht mitteilen „Das ist doch alles Blödsinn.“
Blödsinn? Im Oktober 2009 war Uckermanns Wohnung durchsucht worden. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft richteten sich in erster Linie gegen den Bruder des Rechtsextremen. Der soll unter anderem mit gefälschten Dokumenten ein Haus mit mehreren Mietwohnungen gekauft haben und im Anschluss Kreditzahlungen schuldig geblieben sein.
Zudem soll er gegenüber einem Insolvenz-Verwalter eingeräumt haben, „Lohnabrechnungen, Kontoauszüge, Bilanzen sowie Gewinn-und Verlustrechnungen“ seiner bankrotten Firma gefälscht zu haben – um sich dann mit Hilfe von Scheinidentitäten unter anderem Kredite zu erschwindeln. So heißt es in Unterlagen, die dem „Stadt-Anzeiger“ vorliegen. Unter dem Decknamen „Marin Müller“ sei beispielsweise auch ein Pkw gekauft worden.
Und exakt diesen Wagen habe er bei einen Unfall beschädigt, soll Kommunalpolitiker Jörg Uckermann im August 2008 seiner Kfz-Versicherung gemeldet haben. Die Assekuranz zahlte schließlich mehr als 7000 Euro. Doch der angebliche Zusammenstoß habe sich in Wirklichkeit „nicht ereignet“, forderte die Versicherung das Geld jetzt zurück und erstattete Strafanzeige. Ermittlungen der Polizei hatten dem Vernehmen nach zuvor ergeben, dass die Rechnung, die zur Regulierung des angeblichen Schadens eingereicht worden war, vermutlich aus einem anderen Verkehrsunfall stammte.
Der zweite Verdacht gegen Uckermann, er habe zu Unrecht öffentliche Gelder bekommen, steht im Zusammenhang mit seiner politischen Tätigkeit als Bezirksvertreter im Bezirksrathaus Ehrenfeld. Im März 2008 ist der ehemalige CDU-Politiker in die Pro-Partei eingetreten. Wie zu erfahren war, soll der Ultrarechte etwa von Ende 2007 bis Mitte 2008 mehrfach Verdienstausfall-Zahlungen aus der Stadtkasse erhalten haben, obwohl er in dieser Zeit wegen einer Erkrankung gar nicht gearbeitet hat, sondern vom Tagegeld seiner Krankenversicherung lebte. Insgesamt soll es sich um mehrere tausend Euro handeln. Dem Vernehmen nach werden die Überweisungen aus diesem Zeitraum momentan von der Stadtverwaltung überprüft und Uckermann wurde zur Stellungnahme aufgefordert.

hab gehört, die nächste abmahnung gegen euch ist unterwegs
Lieber Fabian mit der IP-Adresse 87.79.157.88 bei Netcologne:
Da müssen wir Dich leider enttäuschen…
Aber Herr Uckermann hat durch unsere Recherche bereits Ärger bekommen, da unerlaubt Bildmaterial der Firma Mey%Edlich verwendete…
Achnee, es ist ja nur sein “Unterstützerkreis”…